Betonpressen

1. Hydraulisch Pressen

Dieses Verfahren wird dann eingesetzt, wenn große unbewehrte oder bewehrte Bauteile abgebrochen werden sollen und dabei keine Erschütterung auftreten darf.

Der technologische Ablauf funktioniert fast geräuschlos und ohne Wassereinsatz.

Kernbohrungen sind für die Aufnahme der Presszylinder notwendig. Diese werden auseinandergedrückt und sprengen das Material auseinander.

Fundamente auch mit starker Armierung oder ganze Bodenplatten können so zerlegt werden. Betonpressen wird daher oft bei Abbrucharbeiten in Gebäuden eingesetzt.

Einsatzorte sind  vor allem in Wohngebieten oder in sogenannten schutzbedürftigen Gebäuden wie zB. in Krankenhäuser und Schulen etc..

Eigenschaften des Betonpressens im Überblick:

  • Je Zylinder ein Pressdruck von bis zu 250 Tonnen möglich.
  • Das zu bearbeitende Material kann Stahlbeton oder Beton sei.
  • Einsatz von mehreren hydraulischen Presszylindern möglich.
  • Betonpressen wir vor allem bei Abbrucharbeiten eingesetzt, aber auch bei der Zerteilung von Fundamenten und großen Betonteilen.

2. Chemische Betonpressung

Hierbei handelt es sich um eine Sprengung.

In die vorab getätigten Bohrungen werden in dem Fall Quellmittel eingebracht. Diese erreichen einen Enddruck von mehr als 1000 Bar pro Kubikzentimeter der Betonteile. Auf welche Teile der Druck ausgeübt werden soll, wird vorab genau festgelegt. Die Betonteile werden durch den Druck zerlegt. Das Verfahren ist recht preiswert. Der Nachteil ist aber, dass die Kontrollierbarkeit nur schlecht gegeben ist. Dürfen keine Folgeschäden auftreten, so ist die Anwendung chemischen Betonpressung nicht möglich.

Die stetige Zunahme von Sanierungsmass-nahmen an Ingenieurtragwerken macht immer häufiger Hub- und Verschubarbeiten notwendig. Insbesondere der Einbau neuer Lager im Bestand bzw. die Sanierung bestehender Lager, aber auch die Erzeugung von Prüfkräften erfordert den Einsatz von hydraulischem Hubmaterial. Häufige Anwendungen sind ausserdem die Kompensation von Bewegungen an Brückenwiderlagern oder Pfeilern, wie sie an rutschgefährdeten Hängen oder in setzungsempfindlichen Gebieten auftreten können. Auch an den Schnittstellen zwischen Alt- und Neubauten können ausserplanmässige Setzungsbewegungen auftreten.